What Shall WE Do?

Oh Wow! Bravo Althaus! Da hast du es tatsächlich geschafft, dass die 5%-Klausel nun in nahezu allen Städten Thüringens abgeschafft wird. Nur Weimar fehlt ja noch…war da nicht mal irgendwas…? In Weimar meine ich. Mit der 5%-Klausel. Nichts? Stichwort „Parteienzersplitterung“? Nein? Immernoch nichts? Na gut, ich helfe dir ein wenig auf die Sprünge: „Weimarer Republik“. Aha! Jetzt also doch! Denn, genau lieber Dieter, in der Weimarer Republik gab es ein wunderbares Parlament! Prachtvoll, denn fast jede der zum Wahlkampf angetretenen Parteien hatte ein Mandat. War ja auch ´ne wahrlich tolle Demokratie damals, da durfte keine Stimme unterschlagen werden, genau wie in der Sowjetunion, später in der DDR oder heute in Russland, jeder hat die Partei gewählt, die er gerne mag und so haben wir am Ende einerseits eine bunten Salat aus Parteien, aus dem kein vernünftiges Parlament zustande kommt und andererseits ein Staatsoberhaupt, das am Ende eigentlich gar niemand gewählt hatte. Schon blöd, oder? Aber da hat der Dieter doch eine schlagfertige Antwort auf den Lippen, denn jetzt ist das natürlich so, dass sich ja „gar niemand mehr traut eine unbekannte Partei zu wählen“, weil die eigene Stimme bekanntlicherweise beim „Nicht-Erreichen“ der Partei dieser gemeinen 5%-Hürde verfällt und so ja nun wirklich keine Demokratie zustande kommen kann.
Stimmt, das ist wirklich tragisch, weil die ganzen armen Nazis dann ja alle CDU und SPD wählen müssen, weil die braune Politiker-Mannschaft ja keine erfolgreiche Partei auf die Beine stellt. Aber schöne Jugendcamps haben die. Da wird sogar noch manchmal klammheimlich der „Hitler-Gruß“ gezeigt und zum Mittag gehts in den „Führer-Bunker“. Und ganz nebenbei leugnet Udo Voigt mal wieder den Holocaust, kriegt eine Klage wegen rassistischen Werbeplakaten und die netten Herren Kollegen Pasteurs und Apfel ebenfalls.
Apropos Apfel.
Wie wärs denn, wenn die „Front deutscher Äpfel“ mit einem Mandat in den Landtag einzieht? Oder „Die Partei“ vom Satire-Magazin Titanic? Wär doch ´ne echt fesche Demokratie, meinste nicht, Dieter?

Aftershow- Nachruf


America, Don´t Worry…

Political Incorrectness – Jetzt erst recht!

Nettes Mädchen getroffen, Spaß gehabt- und am nächsten Morgen dann der Schock: „Ich darfs dir eigentlich nicht sagen, meine Tante zieht jetzt nach Schwerin zum NPD- Vorstand“.

Ich sie ungläubig angeschaut. Wer schon am frühen Morgen solche Dinge skandiert kann nicht ganz gesund sein. Restalkohol?

Sie erneut: „Naja, aber so schlimm sind die doch gar nicht, schau mal, ein Ausländer
bekommt in Deutschland mehr Hartz IV als ein Deutscher. Das ist doch echt hart, oder?“.

Ich versuchte die Situation, trotz überschäumendem Andrangs meine verbale Gewalt zu entfachen, zu beruhigen. Aber sie ging noch weiter: „Na schau doch mal! Was machen denn die anderen Deutschen Parteien für uns? Ausländer raus!“

Das war zuviel. Ich klärte sie zunächst einmal darüber auf, was eigentlich Ausländer sind. Ausländer sind meiner Meinung nach nämlich Menschen, die sich in einem Land befinden, für welches sie keinen gültigen Ausweis besitzen. Jedenfalls grob beschrieben. So wollte ich ihr nämlich erst einmal klar machen, wer, von den Nachkommen der vielen deutschen Gastarbeiter, die sich in Deutschland angesiedelt haben wirklich Ausländer ist. Nämlich Keiner. All diese Menschen sind tatsächlich in Deutschland geboren und verfügen über eine zwar ausländische Abstammung, aber auch einen Pass, welcher belegt, dass sie deutscher sind. Dabei versuchte ich ihr zu zeigen, dass es egal sei, ob Einer türkisch, arabisch oder italienisch aussieht, aber einen deutschen Ausweis besitzt- und somit genauso „deutsch“ sei, wie sie selbst.

Naja, da kam dann natürlich die Naivität des armen Mädchen durch. Ein paar von, vermutlich, ihrer Tante eingeprügelten Thesen warf sie mir vor: „Dafür könnten die deutschabstämmigen Hartz IV Empfänger doch nichts“ und man sollte „dieses Türken wieder nach Hause schaffen“.

Nun wurde es mir bewusst, dass es sinnlos wäre solch eine Diskussion gegen ein sechzehnjähriges Mädchen zu führen, welches über keinerlei eigener Meinung verfügt und sich nie von jemandem wie mir die Ideologien der Tante vermiesen lassen würde.
Und so konnte ich ihr nur noch mit allerschlechtestem Gewissen geheim ironisch zustimmen um den Morgen friedlich ausklingen zu lassen.
Ich hasse sie dafür.

Aber nun stellt sich die Frage, warum gibt es solche Menschen?
Warum gibt es Menschen, die sich gegen alles und jeden wiedersetzen, wenn es darauf ankommt und sich sonst mit einer eher unauffälligen, durchschnittlichen politische Meinung präsentieren?

Nichts gelernt aus den Vorfreuden der NPD der antisemitische Ahmadinedschad würde Deutschland einen Besuch abstatten?

Nichts gelernt aus den Versuchen des gesamten Bundestages die NPD zu verbieten, was nur daran scheiterte, weil man Angst um die V-Männer in ihren Reihen hatte?

Und nichts gelernt aus der NSDAP, dem dritten Reich und dem Holocaust? Nein! Damit haben die Herren der, entschuldigt die Allvergemeinerung, NPD-DVU-REP ja nichts zu tun!
Sie würden nie einen iranischen Präsidenten verteidigen, der ernsthaft vorhat den Judenstaat Israel von der Landkarte zu tilgen und die „Juden“ nach Österreich und Deutschland zwangsemigrieren zu lassen.

Und auch die Anhängerschaft weist ja mit diskreten Feierlichkeiten zu NSDAP-Jubilaren nicht etwa auf eine Sympathie mit Hitler und dem rechten System hin.

Nein, die NPD sichert garantiert „deutsche Arbeitplätze“, macht die deutsche Gesellschaft wieder „garantiert rein von Gastarbeiterfamilien“ und bringt dem deutschen Volk somit sicher einen großen Schub in Sachen Fortschritt auf dem Arbeitsmarkt.

Wie die circa drei Millionen Menschen dann ein ähnliches Leben woanders führen können scheint dem Mädel egal zu sein.

Und es gibt weitere ähnliche Beispiele. Fast ganz Deutschland, ja bald mehr als die halbe Welt fordert einen Truppenabzug der USA aus dem Irak.

Dass dann dort die Hamas und Fatah einen unerbittlichen Krieg auf Kosten der Bevölkerung austragen würden, der weit mehr Opfer kosten müsste, als gezielte Terror-Verhinderungs-Aktionen der GI´s interessiert niemanden.

Dass ein kritischer Zustand im Irak herrscht und mittlerweiler auch Auswirkungen auf die westliche europäische Welt hat scheint jeder vergessen zu haben.

Dass Kopftuchverbote an deutschen Schulen zurzeit scheinbar mehr Aufsehen erregen als skandalöse Forderungen wir sollten am islamischen Glauben teilhaben und ihm mehr Respekt entgegenbringen. Einer Religion die mit den dortigen Rechten jedes einzelnen Bürgers gleichgestellt ist, bei der es verboten ist auf einer Bühne in die Luft zu springen, beim Sex nackt zu sein und seine eigene Meinung zu verbreiten.

Es scheint als ziehe es an Jedermann vorbei, dass Karikaturen, die islamische Ikonen darstellen und einfach unglaublich witzig sind einen riesigen Aufstand auslösen und währenddessen der iranische Präsident mal eben sagt, dass er Israel auslöschen wird.

Aber die westliche Welt betreibt eine Appeasement-Politik. Es gibt eine Riesen-Empörung, aber mehr auch nicht. Keine Sanktionen, keine Forderungen, nichts.

Sie lassen die Islamisten große, teure Moscheen in Deutschland bauen, zur selben Zeit bombardieren irakische Truppen fremde Synagogen in Israel. „Der Osten ist eh verkackt, jetzt gehts an den Westen“. Was wäre los, wenn plötzlich was christliches in der muslimischen Welt stehen würde? Gar nicht auszudenken. Und hier wird diskutiert ob die Moschee noch zwei größere Türme bekommt.

Und dann fordert der smarte deutsche Durschnittsbürger einen raschen Truppenabzug der USA, weil die im Irak ja nur Krieg machen.
Na danke!

Short Cut

Warum sehen Post-Punker aus wie Mafiabosse? Was haben denn bitte Paul Smith und Al Capone gemeinsam. Oder Pete Doherty und Fat Tony. Eines jedenfalls, das ist sicher- und genau das ist es auch, was mich so beschäftigt. Beide legen sehr großen Wert auf äußeren Stil. Stets im Nadelstreifenanzug zu sehen. Am besten tragen sie dann noch peinlich genau gesäuberte, schwarz lackierte Lederschuhe. Armani. Dior.
Ich verstehe das nicht, denn was sollte denn das schmutzige Geschäft organisierter Verbrecher mit dem schmutzigen Geschäft britischer Musiker zu tun haben…
Aha! Das könnte es natürlich sein. Auf den ersten Blick unlogisch, aber doch erscheint es mir so, als ob beide von ihren bösen Machenschaften ablenken wollten und so lieber guten Stil äußerlich vortäuschen, anstatt mit der selben Reinheit aufzutreten, von der auch ihr Geschäft geprägt ist. Wie sehe das denn dann auch bitte aus!
Also dann doch lieber keine inneren Werte.

Major und Indie

Wer glaubt Britney Spears wäre Mainstream und schon immer Mainstream gewesen irrt. Die einstige Popikone veröffentlichte nämlich ihr Debut …Baby One More Time beim kleinen Indielabel Jive Records und entschied sich aufgrund des besseren Gehaltschecks erst später für Sony BMG, wohingegen Gruppen, wie Muse oder die Beatstakes, welche eigentlich als Indie gelten, gleich beim Riesen Warner eingestiegen sind.
Aber wie so vieles kann man auch das hier nicht so pauschalisieren. Britney geht beispielsweise mit dem Ziel der profitabelen Vermarktung ihrer Musik an ihren Beruf heran und versucht durch Liveauftritte, Neuerscheinungen oder sogar peinliche Exzesse auf sich aufmerksam zu machen.
Eine Band, wie beispielsweise die Arctic Monkeys, welche doch schon größere Berühmtheit erlangt haben, kann man aber dennoch als Indie bezeichnen. Einerseits wegen deren Zurückhaltung, was Pressemitteilungen angeht und natürlich wegen ihrem Vertrag beim Roughtrade-Ableger Domino, welcher auch Bands, wie Franz Ferdinand verkauft. Sie gehen im Allgemeinen nicht so an ihre Vermarktung heran, wie der nach Erfolg süchtige Popstar von heute. Sie sorgen sich sehr viel mehr um ihr Image und treten eben nicht beim großen Live-Earth Konzert auf, was ich im Übrigen sehr begrüße. Die Arctic Monkeys begründeten ihr Fehlen, dass beispielsweise ihre Röhrenblitzanlage ja schon den Strom für zehn Häuser frisst. Andere Argumente waren das Anreisen der Fans mit Billigjets, was sicher nicht zur Rettung der Erde führt und das Sponsern des Festivals von Firmen, wie Daimler, die ja nun wirklich nicht die PS-Zahl ihre Schlitten für den Umweltschutz verringern. Außerdem wäre es ja schon mal ein großer Erfolg, wenn die gesamte Erde die Glotze mal für einen Tag auslässt, was die große Dokumentation des Live-Earth-Tages von Pro7, ja nicht gerade förderte.
Allerdings war auf diesem Konzert auch die Indie-Band Bloc Party zu sehen und in ihrem Interview genau den selben Humbug, wie Madonna oder Alicia Keys verzapfte und zeigte, dass sie überhaupt keine Ahnung hat, was dieser Tag bedeutet.
Man sieht also, es ist nicht leicht Major von Indie zu trennen. Natürlich gibt es eindeutige Grenzen zwischen US5 und The Kooks oder Madonna und Joanna Newsom. Man kann aber nicht sagen, dass Bloc Party jetzt Mainstream sind, nur weil sie bei diesem Konzert waren. Allerdings deutet alles darauf hin. Ihre Musikvideos laufen bie VIVA, genau wie die der Kaiser Chiefs und da geht es schon wieder los. Ist meine Lieblingsband jetzt nicht mehr Indie, weil sie bei VIVA läuft? Bin ich jetzt nicht mehr cool, wenn sie sich nicht anders promoten kann?
Und da wären wir wieder beim Indie-Spiesser.

Der Indie-Spiesser

Jeder kennt das, der Typ in deiner Nähe, sei es im Bus, Zug oder anderswo hört mal wieder zu laut Musik. Man hört genauer hin und erkennt- aha! The Kooks! „Sofa Song“ von der vermeintlichen Indie-Band, die aber von einem Riesen-MajorLabel produziert wurde. Und der Typ in deiner Nähe, das ist der Indie-Spiesser.

Indie-Spiesser, der

Der gemeine Indie-Spiesser tritt in der Regel cool auf. Er ist zu erkennen, an seiner &denim Jeans, meist in einem grauen Blauton. Seinen Oberkörper schmückt ein T-Shirt vom letzten Open-Air und eine leger offene Ledejacke. Die Schuhe sind entweder Vans oder Chucks.
Aus seinen Kopfhörern dröhnt die Musik, von der er kürzlich in der Vanity Fear im Wartezimmer erfahren hatte, das könnten Phoenix, The Strokes oder eben The Kooks sein. Wenn er aus der Bahn steigt geht er in einen Plattenladen und kauft sich „All My Friends“ von LCD Soundsystem, gecoverte Version von Franz Ferdinand. Aber Vinyl. Denn Vinyl hat Stil, der Klang, so sagt man klingt wärmer als der einer CD. Die MP3 Version hat er sich bereits im Internet geladen, fand sie nicht so toll, aber das ist ja Indie.
Während er da so im Plattenladen die LP´s blättert nimmt er einmal „Rudebox“ von Robbie Williams in die Hand und lässt sie spöttisch ins Regal fallen. Er weiß nicht, dass Robbis´s erste Single vom Indie-Riesen Roughtrade produziert wurde und, dass „Rudebox“ einen großen Unterschied zu Robbie´s früheren Werken bildet und somit ja schon wieder sehr Indie ist. Aber die Musik ist ohnehin nicht sein Geschmack.
Unser Indie-Spiesser hat es nun noch auf die Techno-Variante von Justice auf Simian´s „We Are You´re Friends“ abgesehen, kauft die EP dann aber doch nicht, ihm missfällt das klatschbunte Cover.
Als er aus dem Geschäft raus ist hat er Hunger. Burgerking ist viel zu Mainstream, Nordsee zu teuer und Döner zu stillos. Also geht der Indie-Spiesser zu Subways und nimmt ein, auf der Preisliste nicht erwähntes Chili-Sandwich.

Man sieht also, der Indie-Spiesser versucht tatsächlich Indie zu sein, indem er sich anpasst. The Kooks hört mitlerweile jeder, der ein bisschen cooler sein will. Und bei H&M kauft auch jeder die &denim Jeans. Richtig indie ist der, der mit einer nicht im Handel erhältlichen Bose-Jukebox aus Amerika Fleetwood Mac hört. Sich die Art-Brut Kassette( ja, dieses kleine Ding mit den beiden Löchern und dem Magnetband drin) „Eddie Argos´Samples“ kauft, seine Klamotten aus zweiter Hand, die Schuhe aus dritter, am besten solche spitzen Lederhalbschuhe. Und Kaffee trinken geht er bei einem Italiener neben Starbucks Coffee. Er tut alles, auch was ihm nicht gefällt, nur um Indie zu sein.

Das ist der Indie-Nerd.

Durchschnittlicher Painkillerauftritt

Eigentlich wollte ich ja meine Musikgeschichten hier rauslassen, aber das heutige Painkillerkonzert ist dann doch der Rede wert. Eigentlich kein besonderer Auftritt, wenig Publikum, heut auf dem Weimarer Marktplatz und eine unfreundliche Technikcrew, aber man konnte ja noch hoffen.
Als dann das Mikro, der eigentlichen Sängerin endlich lauter war, als das, der Backroundstimme und die Gitarristin nun auch den Bass hören konnte startete die, von den White Stripes, stückweise Nirvana -aber wer ist das schon nicht- und auch von den Violent Femmes beeinflusste Band an auf dieser spärlichen Bühne ihren Act über eine Stunde, der nach einer halben abgebrochen werden sollte.
Vor einem gutem Jahr haben uns die vier Mädels noch mit Seven Nation Army genervt, heute schreiben sie alles selbst und es klingt gar nicht mal so schlecht. Allein die kräftige Rockerstimme Sahras im Duo mit der eher souligeren Tanja am Bass ist schon eine klasse Paarung. Alma spielt ihre Parts am Drumset ganz easy, keine nennenswert schwierigen Parts, wobei die Vierte im Bunde an der Fender Gitarre schon mit so manchem Lick beeindruckte. Allerdings feht einem bei den Painkillers, übrigens wissend oder unwissend benannt nach einem amerikanischen Jazzkomponisten die Bühnenaction, manchmal dreht sich jemand zum Schlagzeug um sich wenigstens ein bisschen zu bewegen, aber mehr ist da nicht los. Und auch die Intros, die größtenteils von lakonisch dahergespielten Akkorden geprägt sind wirken ein bisschen leer. Richtig ab gings dann, zu mindest auf der Bühne, getanz haben höchstens die drei- bis vierjährigen, beim letzten Stück. Eine schöne Rocknummer mit Punkeinflüssen und vielen gelungenen Bridges. Angekündigt wurde das Stück wiederum von der Technik, was für Verwirrung sorgte: „Ihr habt jetzt noch zehn Minuten“.

WELCOME

Kolumnenblogs. Gibt es ja nun nicht gerade wenige im Web. Das meiste sind dann aber doch eher persönliche, kurze, mit Rechtschreibfehlern und Smileys übersät, mit Insider-Grußformeln gespickt, sowie von Alltags-Murks-und-Mist durchlöchert.
Von der Langeweile der Jugend geprägt, die ja sonst nix zu tun hat und da bloggen halt grad trendy – ein Mensch, der dazu bereit ist, die Industrie darüber entscheiden zu lassen, was das besondere an ihm ist, ist wirklich trendy – betrieben wird, warum nicht? Zwar noch nie was von wahren Alltagsmistverbreiter, wie zum Beispiel Sarah Kuttner gehört, aber in Ordnung. Und eben diese Sarah Kuttner könnte man für den modernen Kolumnismus als Muster sehen. Zwar hat sie ihre Spalte im Musikexpress aufgegeben, aber wenn man ihre Texte liest bemerkt man erstmal, dass es eine Welt zwischen Amateurblogger und Chefredakteur gibt. Und auch Max Goldt, der weiterhin als Musiker bekannte Schriftsteller, schreibt seine Seiten für das Satiremagazin Titanic. Die ironischen, von elegantem Wortwitz, sowie hohem sprachlichem Niveau geprägten Texte dokumentieren immerwieder seinen grotesken, gleichermasen literarischen Humor.
Doch genug abgeschweift, es gibt in der Tat sehr viele Kolumnisten und auch ich werde nun in diese Liga eintreten, mich aber selbstverständlich auch erst den gelangweilten Smileykolumnisten behaupten und mein Publikum von meinem ausgeprägtem Sinn für Neologismus überzeugen müssen.
Also dann auf ein fröhliches BBA CU (be back soon, see you)!